Vegane Schokolade – ein süßer Trend, der bleibt!

Vegane Schokolade liegt 2017 weiterhin total im Trend! Sich ohne tierische Produkte bewusst zu ernähren, das hört auch bei Süßigkeiten nicht auf. „Seit fast zwei Jahren ernähre ich mich vegetarisch“, berichtet Schnäppchenfee-Leserin Susanne K. und stellt fest: „Mir ging es nie besser! Ich habe ordentlich abgenommen und fühle mich fit und vital.“

Jetzt plant die 33-Jährige den nächsten Schritt. Sie will komplett auf tierische Produkte verzichten. „Vor allem bei Süßigkeiten ist das aber nicht leicht“, meint sie. Sicher richtig, wenn man bedenkt, dass in vielen süßen Sachen tatsächlich viele tierische Produkte enthalte sind.

Milch, Gelatine und Läuse in Süßem

Gelatine ist in vielen Fruchtgummi-Produkten enthalten – das wissen nicht nur Veganer und Vegetarier. Aber wusstet ihr, dass der rote Farbstoff in manchen Gummibären, getarnt als E120 auf der Verpackung, teilweise aus Schildläusen gewonnen wird?! „Mega ekelig“, findet Susanne, die nun komplett auf Fruchtgummi verzichten will.

Doch das ist nicht nötig. Branchen-Primus Haribo verzichtet bei vielen Produkten mittlerweile komplett auf Zutaten tierischen Ursprungs, wie das Unternehmen in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung feststellte. Stärke ersetzt hier die Gelatine und auch bei den Farbstoffen weicht die Industrie mittlerweile gern auf Alternativen aus.

Das Thema vegane Ernährung war auch ein Trendthema auf der Branchenmesse, die Ende Januar und Anfang Februar in Köln stattfand. Kalorienbomben soweit das Auge reicht. An der ISM Cologne, der weltweit größten Messe für Süßwaren und Snacks, die bis Mittwoch in Köln lief, beteiligten sich über 1.600 Aussteller aus 68 Ländern. Auf 110.000 Quadratmetern war alles zu finden, was den süßen Zahn satt macht. An vielen Ständen wurden vegane Süßigkeiten und vor allem vegane Schokolade präsentiert.

Vegane Schokolade aus Deutschland

Vor allem Milch und Milchprodukte finden sich in industriell hergestellter Schokolade. Wer jedoch laktosefreie, vegane Schokolade haben möchte, muss oft etwas tiefer in die Tasche greifen. Reismilch oder Kokosmilch ersetzen tierische Produkte.

Bei dunkler Schokolade stellt sich das Problem eher selten; helle Sorten sind jedoch auch erhältlich: iChoc, Chokool von Attila Hildmann und die Schokoladen von Veganz (ab 1,99 Euro) machen die Lust auf Süßes auch vegan möglich. Einfach lecker.

Viele deutsche Hersteller setzten darauf, Schokolade gesünder herzustellen. So wird auf Industriezucker und Ersatzprodukte verzichtet und diese zum Beispiel mit gesünderem Kokosblütenzucker oder auch Mandelnougat ausgeglichen. Tauchen dann noch Superfoods wie Cranberrys, Granatäpfel oder Chiasamen im Rezept auf, nimmt man beim Schokoladengenuss auch noch jede Menge gesunde Nährstoffe auf.

Schokolade edel neu 900

Am einfachsten: Selbstgemachtes

Am einfachsten geht es natürlich, wenn die süßen Naschereien selbst gemacht werden. Aber Kuchen oder Muffins ohne Eier, Butter, Milch oder Gelatine zubereiten, geht das? Und vor allem:  Schmeckt das? Ein ganz klares „ja“ an dieser Stelle. Milchprodukte können durch Soja-, Hafer- oder Reismilch ersetzt werde. Eier lassen sich durch Produkte wie VeganEgg ersetzten. Das ist ein Ei-Ersatzpulver aus pflanzlichen Produkten, welches zum Backen oder auch zur Zubereitung von Omeletts und Rührei geeignet ist. Butter wird durch vegane Margarine getauscht. Möchte man auf industriellen Zucker verzichten, gelangt die Süße durch Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup oder auch Zuckerrübensirup in das Naschwerk. Agar Agar ersetzt tierische Gelatine. Es wird aus Algen gewonnen, ist geschmacksneutral und kann als Geliermittel für herzhafte und süße Speisen genutzt werden. Die meisten veganen Ersatzprodukte sind mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich. Der Aufwand, eine vegane Leckerei herzustellen, ist also nicht größer, als bei einem klassischen Kuchen aus tierischen Produkten.

Schokolade und Co. müssen also nicht immer eine Sünde sein. Die immer größere Auswahl an veganen Süßigkeiten findet mittlerweile auch ihren Platz bei einer bewussten Ernährung. Geschmacklich stehen diese Produkte den Produkten, die tierische Inhaltsstoffe enthalten, in nichts nach.

Dennis K.

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